Bunt, bunt, bunt sind alle meine Kleider

Angesteckt von der lieben Nessie von ‚Keep calm and think green‚ möchte ich heute mal meine Gedanken zum Thema Kleidung und Mode mit euch teilen. Mir liegt das Thema schon eine Weile am Herzen und gerade der Nachhaltigkeitsgedanke ist mir dabei sehr wichtig. Ich fürchte, der Beitrag wird etwas länger. Also nehmt euch nen Keks 😉

Die Ist-Situation

Ich bin kein Fashion-Freak. Mir liegt es fern jeden Trend mitmachen zu müssen und ich will mich auch nicht ständig nach der neuesten Mode kleiden. Gerade kurzlebige Trends sind ja der Graus in Sachen Nachhaltigkeit. Ein halbes Jahr „in“ und dann ein Fall für die Tonne. Das geht für mich gar nicht.

Ich gehe auch nicht gern shoppen. Ich finde es schrecklich in laute, superhelle Läden zu kommen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, wie die Kleidungsstücke, die auf den Bügeln hängen, angezogen aussehen. Und mich in engen Umkleidekabinen umziehen zu müssen vor Spiegeln, die kein Gramm Fett verbergen, ist auch nicht gerade ein Traumzustand. Da ich nicht unbedingt Traummaße habe, passen mir einfach viele Kleidungsstücke auch nicht. Ich bin relativ groß und eher vollschlank. Gerade Hosen finde ich sehr schwierig zu finden.

Mein Kleiderschrank ist daher relativ minimalistisch ausgestattet. Leider ist er dabei aber nicht sehr systematisch. Will heißen, ich habe zwar nicht sehr viele Sachen, aber ich habe mir auch nie großartige Gedanken gemacht, wie gut die Dinge zueinander passen. Folglich habe ich auch Kleidung im Schrank, für die ich kaum Kombinationsmöglichkeiten habe.

Die Lösung?!

Habt ihr schon mal was von „Capsule Wardrobe“ gehört? Man findet im Internet dazu diverse Erklärungen und Regeln. Die Grundidee ist: Komme mit so wenig Kleidungsstücken aus wie möglich, indem alles (oder möglichst viel), was du besitzt (beliebig) miteinander kombinierbar ist. Das finde ich einen sehr schönen Gedanken. Damit schlägt man nämlich mehrere Fliegen mit einer Klappe:

– man steht nie mehr morgens vor dem Kleiderschrank und denkt, man hätte nichts zusammenpassendes zum Anziehen
– wenn man neue Sachen kauft, weiß man ziemlich genau, in welches Schema sie passen sollten
– der Kleiderschrank bleibt übersichtlich und es gibt nicht unzählige Kleidungsstücke, die ein trauriges Dasein auf dem Boden des Kleidungsstapels fristen
– man trägt alle Kleidungsstücke so oft, dass sie „abgenutzt“ werden, bevor sich vielleicht der eigene Geschmack ändert oder die Kleidung einfach nicht mehr zur Lebenssituation passt

Oftmals findet man im Internet zu diesem Thema Angaben, wie viele Kleidungsstücke man für diese Form der minimalistischen Garderobe besitzen sollte. Die Angaben variieren da etwa zwischen 25 und 40 Teilen. In manchen Quellen zählen dazu alle sichtbaren Kleidungstücke, sprich Schuhe, Hosen, Röcke, Shirts, Pullover, Jacken und Kleider. Nicht gezählt werden in diesem Zusammenhang Schmuck, Accessoires und Unterwäsche. Es gibt auch Quellen, die sämtlichen Schmuck und Accessoires mitzählen. Die zusammengestellte Garderobe soll immer für eine Saison ausgelegt sein. Sprich, theoretisch darf ich 4 verschiedene Garderoben besitzen, für jede Saison eine.

Mein Konzept

Ich möchte, angelehnt an dieses Prinzip, meine eigene minimalistische Garderobe erstellen. Diversen Empfehlungen folgend möchte ich dabei wie folgt vorgehen: Farbauswahl – Stilauswahl – Auswahl der Kleidungsstücke.

Mir widerstrebt es für jede Saison eine extra Garderobe zusammenzustellen. Ich mag multifunktionell einsetzbare Dinge sehr gern und freue mich daher über Kleidungsstücke, die ich, verschieden kombiniert, das ganze Jahr tragen kann. Ich finde es auch schwierig das Jahr in 4 Saisons zu unterteilen. Stattdessen wechsel ich nur zweimal im Jahr (im Frühjahr, wenn es warm wird und im Herbst, wenn es kalt wird) meine Garderobe. Da wir uns derzeit ja mitten im Frühling befinden, mache ich mir im Moment Gedanken über meine Frühjahr-Sommer-Garderobe.

1. Farbauswahl

Das erste, worüber man sich Gedanken machen sollte, beim Zusammenstellen einer minimalistischen Garderobe, ist die Farbauswahl. Damit möglichst viele Kleidungsstücke miteinander kombinierbar sind, sollte der Kleiderschrank nicht aus vielen vielen verschiedenen Farben bestehen. Stattdessen beschränkt man sich auf 1-3 Grundfarben und 1-2 Effektfarben, welche idealerweise alle zueinander passen.

Da ich immer etwas unsicher bei der Farbwahl meiner Kleidungsstücke war, habe ich mir vor einigen Wochen eine Farb-, Stil- und Typberatung gegönnt. Falls euch das interessiert, kann ich darüber gerne nochmal berichten. Jedenfalls hat sich herausgestellt, dass ich ein Typ bin, dem vor allem kalte, kräftige, eher dunkle Farben stehen.

So sieht mein Farbpass "Dunkel" aus.

So sieht mein Farbpass „Dunkel“ aus.

Die Wahl der Grundfarben fällt mir nicht schwer. Die wichtigste Grundfarbe ist für mich definitiv schwarz. Meiner Meinung nach steht diese Farbe (auch wenn es ja eigentlich keine ist) wirklich jedem. Die zweite Grundfarbe für mich ist marine/navy. Dieses kräftige Dunkelblau wirkt weicher als ein krasses schwarz, aber trotzdem dezent. Eventuell kommt als dritte Grundfarbe weiß in Frage. Da bin ich aber noch etwas unentschlossen, ob ich überhaupt eine dritte Grundfarbe benötige. Andererseits sind schwarz und dunkelblau im Frühjahr und Sommer auf Dauer etwas trist, finde ich. Na ja, schauen wir mal.

Bei den Effektfarben bin ich weniger entschlossen. Orientiere ich mich rein an der Farbberatung, dann wären es definitiv petrol und aubergine. Ich mag diese beiden Farben auch sehr gern und finde, sie stehen mir sehr gut. Ich möchte diese Farbdefinition aber nicht zu streng nehmen. Da ich im Frühjahr und Sommer eher helle Farben bevorzuge, kann das petrol auch gut bis in ein (möglichst kaltes) hellblau/türkis changieren. Bei aubergine bin ich da weniger entschlossen. Laut Farbberaterin würde mir auch ein Altrosa stehen, allerdings bin ich überhaupt kein Freund von rosa. Deshalb kommt diese Farbe für mich nicht in Frage. Ich werde versuchen mich in der Farbskala zwischen aubergine und (kaltem) rot bewegen. Mal sehen, was sich da so finden lässt.

2. Stilauswahl

Da es bei mir auf Arbeit relativ leger zugeht, brauche ich mich hier nicht auf einen ganz krassen Stil zu beschränken. Als Stichworte möchte ich hier (basierend auf meiner Stilberatung) folgende nennen: klassisch mit Pepp – elegant – dramatisch – puristisch – sportiv.Vom Figurtyp her liege ich irgendwo zwischen X und O. Mein Unterkörper ist grundsätzlich stärker ausgeprägt als mein Oberkörper (A). Ich habe breite Hüften und einen eher breiten Po. Auch meine Oberschenkel sind nicht gerade schlank. Meine Schultern dagegen sind eher schmal (A). Auch meine Taille ist eher schmal (X), trotzdem habe ich keinen flachen Bauch (A). Daraus resultiert, dass ich eher weite Oberteile tragen sollte, die meinen Oberkörper etwas hervorheben und schmale Unterteile, die nicht zusätzlich auftragen.

Meine Stilempfehlung.

Meine Stilempfehlung.

Desweiteren habe ich mir, angeregt durch das Buch „heute schöner“ von Eva Köck-Eripek, Gedanken darüber gemacht, welches meine 3 „wichtigsten“ Problemzonen sind und welche 3 Stellen meines Körpers ich besonders schön finde. (Natürlich ist ersters viel einfacher als zweiteres. ;-))

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Gedankenanstoß aus „heute schöner“ von Eva Köck-Eripek.

Anschließend habe ich mir Gedanken gemacht, wie man die Problemzonen kaschieren und die schönen Stellen betonen kann. Ich bin für mich zu folgendem Resultat gekommen:

Problemzonen: Bauch (kaschieren durch weite, flattrige Oberteil und Betonung der Schultern), Oberarme (keine ärmellosen Oberteile tragen), Oberschenkel (kaschieren durch schmale Schnitte und evtl. Längsstreifen sowie lange Oberteile)
schöne Stellen: Hals (betonen durch Schmuck und Tücher), Busen (betonen durch schöne Ausschnitte), Hände (betonen bzw. Aufmerksamkeit darauf lenken durch Armbänder und Ringe)

3. Auswahl der Kleidungsstücke

Als dritten Schritt mache ich mir Gedanken, welche Kleidungsstücke ich benötige. Ich möchte mich dabei auf eine Maximalanzahl von 40 Teilen beschränken. Dabei zähle ich aber Accessoires, Schmuck und ähnliches nicht mit. Außerdem beschränke ich mich auf Teile, welche ich für die Arbeit anziehe. Da ich zu Hause, unter Freunden und im Urlaub etwas legerer gekleidet bin, ziehe ich da eine klare Grenze. Allerdings werde ich meine Garderobe für die Freizeit nicht bewusst umgestalten. Da wird einfach das getragen, was ich bisher besitze. Außerdem wandern die abgetragenen Arbeitssachen nach und nach in den Freizeitbestand über. Ich muss nur darauf achten Kleidungsstücke, die wirklich nicht mehr tragbar sind, auch zu entsorgen und nicht aufzuheben. Kennt ihr den Satz: „Kann man ja nochmal zum Malern verwenden!“? 😉

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Kleidungsempfehlung für mich.

Da ich mich in Kleidern und Röcken figurbedingt nicht wohl fühle, kommen als Beinbekleidung nur Hosen in Frage. Ich halte ich folgende Kleidungsstücke für notwendig in der Frühjahr-Sommer-Garderobe:

  Grundfarben Effektfarben
Schuhe 1. schwarze Halbschuhe
2. schwarze Sandalen
3. dunkelblaue Ballerinas
4. dunkelblaue Halbschuhe
5.türkisfarbene geschlossene Schuhe
Hosen 6. schwarze lange Jeans
7. dunkelblaue lange Jeans (Bootcut)
8. dunkelblaue lange Jeans (gerade)
9. schwarze lange Hose
10. schwarze ¾ Hose
11. dunkelblaue ¾ Jeans
12. petrolfarbene lange Hose
13. auberginefarbene lange Hose
14. petrolfarbene ¾ Hose
Shirts 15. schwarzes Kurzarmshirt
16. schwarzes Kurzarmshirt
17. graues Crush-Shirt
18. blaues Schmetterlings-T-Shirt
19. dunkelblaues Tunikashirt
20. schwarzes Spitzenshirt
21. blaues Oversize-Shirt
22. dunkelblaues T-Shirt
23. petrolfarbenes Longtop
24. lilafarbenes Longtop
25. petrolfarbenes T-Shirt
26. buntes T-Shirt
27. rotes T-Shirt
28. blaues Crush-Shirt
29. rotes T-Shirt
30. hellblaues Shirt
31. petrolfarbenes T-Shirt
32. auberginfarbenes T-Shirt
Pullover, Cardigan, … 33. dunkelblauer Cardigan
34. schwarzer Cardigan
35. schwarze Strickjacke
36. schwarzer Bolero
37. dunkelblauer Bolero
38. hellblaue Strickjacke
39. türkisfarbener Bolero
Jacke 40. Schwarzer Kurzmantel

Ich habe dabei berücksichtigt, welche Kleidungsstücke ich im Moment noch besitze (blaue Schrift) und integrieren möchte. Nach und nach werden sicher einige (inzwischen) weniger passenden Kleidungsstücke durch passendere ersetzt. Aber für diese Saison habe ich mir erstmal vorgenommen möglichst viel von dem zu tragen, was vorhanden ist.

Die schwarz gedruckten Kleidungsstücke benötige ich also noch, um meine Garderobe zu vervollständigen. Da ich noch so einige Teile besitze, die nicht 100%ig passend für die Arbeit sind, aber auch nicht unmöglich zu tragen, mache ich mir mit dem Einkaufen der fehlenden Kleidungsstücke keinen Druck. Man kann eh nicht erzwingen, dass es nun gerade diese benötigten Stücke im Laden gibt. Stattdessen trage ich die vorhandene Kleidung noch etwas auf. Sobald ich etwas arbeitstauglicheres gefunden habe, wandern die anderen Teile nach und nach in die Freizeitkleidung.

Eine kleine Auswahl meiner Tücher ...

Eine kleine Auswahl meiner Tücher …

Zusätzlich zu den genannten Kleidungsstücken habe ich so einige (farblich harmonierende) Tücher und Schmuckstücke im Schrank. Damit kann man die vielen Kombinationsmöglichkeiten zusätzlich abwandeln und aufpeppen. Ich denke, damit ist eine sehr abwechslungsreiche Garderobe möglich, welche grundlegend trotzdem nur aus den oben genannten 40 Kleidungsstücken besteht.

... und meines Schmucks.

… und meines Schmucks.

Einkaufskriterien

Desweiteren habe ich mir Gedanken gemacht, welche Kriterien die neu gekauften Kleidungsstücke erfüllen sollen. In erster Linie sollen sie natürlich in mein Farb- und Stilkonzept passen und die Lücken meiner minimalistischen Garderobe schließen. Ich möchte gut verarbeitete, hochwertige Kleidungsstücke kaufen, welche ich möglichst lang tragen kann. Desweiteren habe ich konkrete Vorstellungen, was das Material meiner Kleidung angeht:

– Oberteile sollen zu 100% aus natürlichen Rohstoffen bestehen, dabei kommen für mich vorrangig in Frage: Baumwolle, Viskose und Leinen
– Hosen sollen zum Großteil aus oben genannten natürlichen Rohstoffen bestehen, allerdings bevorzuge ich hier einen Elastananteil von 3-5%
– Polyester, Polyacryl und ähnliches (außer eben genanntem Elastan) haben in meiner Kleidung nichts zu suchen

Mein „Wuschtraum“ von Kleidungsstücken berücksichtigt außerdem noch folgende Punkte:

– Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau
– faire Bedingungen und Löhne in den Produktionsbetrieben
– fairer Handel
– keine Verwendung von Chemikalien in der Herstellung

Diese letztgenannten Kriterien scheitern bei mir z.T. aber an verschiedenen Gründen. Zum Einen ist Kleidung von Herstellern, die diese Punkte berücksichtigen oft sehr sehr teuer. So viel Geld kann (und teilweise will) ich nicht für Kleidung aufbringen. Auf der anderen Seite ist es schwierig genug Kleidungsstücke zu finden, die mir passen und die alle anderen zuvor genannten Kriterien erfüllen. Ich werde also wohl oder übel die letztgenannten Kriterien etwas hinten anstellen und mich zunächst an den erstgenannten orientieren. Trotzdem behalte ich Onlineshops wie grundstoff.net und avocadostore.de immer mit im Blick bei meiner Suche nach Kleidung. Außerdem werde ich weiter gespannt bei Nessie mitlesen. Sie will nämlich in nächster Zeit einige Hersteller nachhaltiger Kleidung vorstellen 🙂


Na, hat irgendwer bis hierher durchgehalten? Vielleicht hätte ich den Text auf mehrere Artikel aufteilen sollen, aber ich habe nicht so richtig den „Absprung“ geschafft.

Wie gehts euch denn mit dem Thema? Habt ihr eine minimalistische, gut sortierte Garderobe? Ist euch das Thema überhaupt wichtig? Soll ich berichten, wie es bei mir weitergeht? Mich interessieren eure Gedanken zum Thema sehr!!!

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9 Gedanken zu “Bunt, bunt, bunt sind alle meine Kleider

  1. ich finde individuelle, unverwechselbare kleidungsstücke am wichtigsten. ich mag es nicht, wie die mehrzahl der menschen meines alters auszusehen was die kleidung angeht. folglich habe ich kaum kombinierbare teile und viel zu wenig basics…das wird sich aber ändern, da ich mir mehr praktische teile zulegen will.
    mir wäre das zu einschränkend mit dem farbpass, aber wenn es einem hilft, klingt es super!
    bin gespannt auf mehr aus dieser reihe 🙂

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    • Hmm also ich bin ein großer Fan von Basics. Da finde ich es auch nicht schlimm, wenn die viele Menschen besitzen. Ich denke, es kommt dann auf die Kombi an. Da kann man so viel machen, gerade auch mit Tüchern, Schmuck und Accessoires. Es ist gut möglich einen individuellen Look zu kreieren, ohne dass man hunderte ausergewöhnliche Kleidungsstücke besitzt 🙂

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  2. Ein sehr interessanter Blogpost (: !
    Meine Garderobe besteht aus sehr vielen Teilen, aber eigentlich zieht man meist ja doch nur dasselbe an ^^ . Aber ich liebe Farben und könnte mich da nicht so sehr einschränken, obwohl ich auch sehr auf meinen Farbtyp achte. Mir stehen übrigens dieselben Farben wie dir: kühl und eher dunkel/gedeckt.
    Aber dein Konzept klingt sehr interessant. Theoretisch würde ich auch gern mehr auf Qualität und Nachhaltigkeit achten. Mal sehen, wie ich das in Zukunft regele. Generell setze ich auch lieber auf klassische Schnitte etc., sodass die Garderobe nicht so schnell ausgewechselt werden muss.
    Und den Ansatz die eigenen Vorzüge besonders vorzuheben finde ich sehr gut. Darauf sollte man sich eher konzentrieren als auf die „Problemzonen“.
    Und eine schöne Auswahl an Tüchern hast du da (: . Bin gespannt wie es weitergeht. Liebe Grüße.

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    • Ich liebe Farben auch. Aber manche Farben stehen mir einfach nicht so gut. Ich liebe zum Beispiel orange. Und früher habe ich auch so einige Kleidungsstücke in dieser Farbe besessen. Ich habe aber immer gemerkt, dass ich mich darin nicht 100%ig wohl fühle. Ich mochte sie immer gern angucken und die Farbe stimmt einfach fröhlich, aber an mir hat es nicht richtig gepasst. Trotzdem kann man ja durchaus bei Accessoires und Schmuck auf diese Farben zurückgreifen. Ein kleiner Hingucker geht auch immer in typfremden Farben 🙂
      Ich finde auch, dass man sich mehr auf die Vorzüge als auf die Problemzonen konzentrieren sollte. Aber wer steht schon vor dem Spiegel und sieht als erstes bei sich selbst die Vorzüge? 😉 Aber gerade deshalb finde ich es ganz wichtig sich diese Vorzüge bewusst zu machen und halt auch bewusst zu betonen.
      Liebe Grüße zurück 🙂

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  3. Super, super toller Artikel und vielen Dank fürs Verlinken! Ich habe tatsächlich drei Kekse beim Lesen gebraucht 😀 Aber total informativ und interessant! Auf Farben und deren Kombinationsmöglichkeiten achte ich auch vermehrt. Ich greife am liebsten auch zu schwarz und navy (auch immer Sommer, da man bei dunklen Farben Schweißflecken besser kaschieren kann; dank Deocreme konnte ich den Geruch eliminieren, nicht aber die Schweißbildung). Ab und an trage ich auch weiß, dann aber nur mit Cardigan drüber, der weiß, blau, schwarz oder bordeaux sein darf. Pink ist mir ein Graus, ebenso Orange, Gelb und Grün. Pastelliges Rosa oder Apricot oder Khaki geht, Mint überhaupt nicht. Ich glaube, meine Farben habe ich schon ganz gut gefunden, aber es fällt mir schwer, mich auf Grundfarben und Effektfarben zu konzentrieren.
    Und den Gedanken mit den 40 Kleidungsstücken finde ich richtig spannend, besonders da ich was Kosmetik angeht sehr konsequent minimalistisch bin, das bei Kleidung aber noch nicht durchsetzen konnte. Irgendwie hat mir da der Ansatz gefehlt. Ich werde mir auf alle Fälle auch eine solche Aufstellung machen!
    PS: Mich würde wirklich der Artikel über Deine Typberatung interessieren!
    Liebe Grüße und gerne mehr zu Deinen Gedanken, Deiner Garderobe und Deiner Schmuck-Tuch-Schal-Auswahl!
    Nessie

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    • Das Problem mit den Schweißflecken kenne ich. Deshalb setze ich jetzt im Sommer auch vermehrt auf gemusterte Oberteile, da fällt das nicht so auf 😉
      Pastellfarben gehen bei mir zum Beispiel überhaupt nicht. Da sehe ich aus wie der Tod auf Latschen. Je intensiver und kräftiger eine Farbe ist, umso besser steht sie mir. Gut, dass die Menschen so verschieden sind! Da ist die Welt so schön bunt 🙂
      Ich glaube, Minimalismus bei der Kosmetik zu erreichen geht wesentlich schneller als bei der Kleidung. Man schmeißt ja nicht dreiviertel des Kleiderschrankes weg, nur um minimalistisch zu leben. Da wäre ja vom Nachhaltigkeitsgedanken her völlig kontraproduktiv. Also trägt man halt, was man hat und kommt nach und nach (dauert dann halt eher Jahre als Monate …) zu einer minimalistischen Gaderobe. Ich habe dahingehend das Glück, dass meine Gaderobe von vornherein eher minimalstisich bestückt ist. Da kann ich mich jetzt ein bisschen austoben …
      Mal sehen, wie ich das mit der Typberatung aufgeschrieben bekomme. Ich habe kaum Bild davon und so schrecklich textlastige Artikel finde ich immer etwas anstrengend. Gerade bei einem Thema, wo es um Optik geht. Aber ich lass mir was einfallen 🙂
      Liebe Grüße zurück 🙂

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      • Sehr guter Tipp mit den gemusterten Oberteilen! Da wär ich echt nie drauf gekommen… 😀
        Mein Kleiderschrank ist auch eher minimalistisch bestückt und ich trage die meisten Dinge bis zum Gehtnichtmehr oder gebe sie weg. Sobald ein Teil „aufgetragen“ ist, werde ich mich ab jetzt intensiver damit auseinandersetzten, was seinen Platz einnehmen soll. Dabei orientiere ich mich dann auch mal an Farb- und Kombinationsmöglichkeiten. Wenn ich überlegt vorgehe und die Kleidung gut aufeinander abgestimmt ist, darf ein Teil auch gerne einmal mehr kosten. Lieber weniger, dafür aber hochwertiger und lange tragbar – das ist mein Motto 🙂

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  4. Wir haben einiges gemeinsam, denke ich. Meine Grundfarben für Frühling und Sommer sind grau und dunkelblau, dazu mint, türkis und petrol. Daheim kann ich mit einigen roten Teilen einen farblichen Kontrast zur Arbeitsklamotte schaffen.

    Seit ich mit dem Modulgedanken einkaufen gehe, funktioniert mein Kleiderschrank besser. Nicht sofort, aber mittel- bis langfristig. Ich liebe Hanf, Leinen und Viscose, gerne auch mal Baumwolle und bei Hosen und Blusen einen Stretchanteil. Bei Kleidung, die direkt auf der Haut liegt, mag ich inzwischen sehr gern Wolle und Seide. Damit funktioniert mein Klimahaushalt besser, und ich rieche weniger.

    Gerade bei schickeren Oberteilen muss ich oft Abstriche machen, da Kleidung vorrangig eins muss: passen. Bei schmaler, hoher Taille im Vergleich zu breiten Hüften, Bauch und Po, sitzen viele Teile schlecht. Die Schnitte passen nicht zu mir. Da kann ich planen, so viel ich will, wenn es der Markt nicht hergibt, kann ich es nicht kaufen.

    Mein liebster Spruch im Laden: ‚Und wenn alle anderen wie Presswurst in schlecht sitzender Kleidung rumlaufen – ich mache es nicht, da kann es noch so modern sein!‘

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    • Stimmt, du hast auch mal einen Artikel dazu geschrieben oder? Fällt mir jetzt gerade wieder ein. Bei dir war ich beeindruckt, wie konsequent du das Farbkonzept umgesetzt hast 🙂
      Das mit Wolle und Seide habe ich auch schon oft gelesen. Will ich auf jeden Fall mal testen. Mein Klimahaushalt ist nämlich sehr schnell aus der Fassung zu bringen …
      Mir gehts da übrigens wie dir. Das oberste Kriterium ist, dass die Kleidung passen muss. Ansonsten fühle ich mich nicht wohl darin. Und Kleidung, in der ich mich nicht wohl fühle, hole ich auch nicht aus dem Schrank, um sie anzuziehen. Das ist auch der Grund, weshalb mein Kleiderschrank (eigentlich ungewollt) eher minimalistisch bestückt ist. Mir passt Kleidung einfach oft nicht.
      Den Satz finde ich gut. Sollte ich mir merken und bei nächster Gelegenheit auch mal anbringen 😀

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