Meine Zähne und ich

Heute werde ich euch wohl oder übel mal ein bisschen vollningeln müssen. Ist ningeln eigentlich ein Wort, was man in ganz Deutschland kennt? Ich möchte euch an meiner Zahngeschichte teilhaben lassen. Mal sehen, was ich noch alles zusammen bekomme. Aber seid vorgewarnt, dass wird heute viel Text ohne Bilder …

Die ersten Zähne

Meinen ersten Zahn bekam ich mit einem knappen Jahr. Ganz genau weiß ich nicht wann. Meine Mama auch nicht mehr. Aber auf den Bildern von meinem ersten Geburtstag habe ich gerade mal die unteren beiden Schneidezähne 🙂 Nach und nach sind dann aber alle Milchzähne dazu gekommen.

Als ich reichlich zwei Jahre alt war, musste ich mich schon von meinen ersten Zähnen verabschieden. Zu dem Zeitpunkt bin ich gerade mal ein halbes Jahr selber gelaufen. Beim Blumengießen war ich wohl etwas schnell und bin beim Hinfallen mit meinem Gesicht auf einer Betonplatte gelandet. Dabei habe ich mir die oberen beiden linken Schneidezähne (also 61 und 62) angeschlagen. Damit  verbunden war auch mein erster Besuch beim Zahnarzt. Ich kann mich heute noch erinnern, wie ich im Auto im Kindersitz saß, mir das Blut aus dem Mund lief und meine Mama mir ein Taschentuch davor gehalten hat. Nun ja, zumindest der vordere Zahn (61) war nicht zu retten und so bin ich jahrelang mit einer großen Zahnlücke raumgelaufen. Sieht aber ganz süß aus auf den Fotos 😉

Mit 6 oder 7 Jahren hat mein erster Zahn angefangen zu wackeln. Der war dann recht schnell raus und weitere folgten. Mit 7 oder 8 wurde auch festgestellt, dass mein Lippenbändchen gekürzt werden muss, damit meine Zähne genügend Platz im Kiefer haben. In meiner Erinnerung war das nicht weiter schlimm. Und man durfte nachher Eis essen.

Als die ersten bleibenden Zähne gewachsen waren, stellte die Zahnärztin fest, dass ich eine Zahnspange brauchen werde. Dafür mussten aber noch einige Milchzähne raus und ein paar der bleibenden nachwachsen. Gefühlt hat die Zahnärztin mir fast alle Milchzähne gezogen. Ich vermute mal, es waren längst nicht alle. Und ich vermute, dass sie das gemacht hat, weil die bleibenden schon gewachsen sind und die Milchzähne nicht rausfallen wollten und die bleibenden daher noch schiefer gewachsen wären als eh schon. Also mussten die Milchzähne weichen. Genau weiß ich das aber nicht. Und meine Mama kann sich da auch nicht mehr so genau erinnern.

Meine Zahnspangen

Und dann kamen die Zahnspangen. In der zweiten oder dritten Klasse die für oben. Ich hatte immer lockere Zahnspangen, worüber ich sehr froh war und bin. Über Nacht habe ich sie immer getragen und bis zum Frühstück in der Schule auch. Ok, danach sind sie eher selten wieder aus der Spangendose in den Mund gewandert. Nachmittag, wenn Mama es mitbekommen hat, hab ich die Zahnspange aber wieder getragen. Zum Essen konnte ich sie immer rausnehmen und hatte daher nie das Problem, dass Speisereste in irgendwelchen Brackets hängen blieben.

Irgendwann (ich weiß nicht genau wann, vielleicht ein halbes bis ein Jahr später) habe ich dann auch eine Zahnspange für unten bekommen. Ebenfalls locker, ebenfalls nur dann getragen, wenn ich dran gedacht habe. Ok, die unten vermutlich noch seltener als die oben, denn mit beiden Zahnspangen konnte man kaum reden. Ich kann mich dran erinnern, dass das coolste an den Zahnspangen die Farbe war. Hallo, die waren regenbogenfarben. Wenn das nicht cool war! Dummerweise musste man regelmäßig zum Zahnarzt und der hat was abgeschliffen, damit die Spange wieder enger wird. Nach und nach musste die Farben des Regenbogens dabei weichen … Und es tat auch jedes Mal weh, wenn nachgeschliffen wurde, weil die Spangen dann wieder sehr straff saßen.

Ich weiß gar nicht mehr genau, wann ich die Spangen losgeworden bin. Ich würde aber sagen, das war noch zu Grundschulzeiten, spätestens in der 5. Klasse. Meine Spangen haben sehr viel gebracht. Ich habe heute gerade, gut aussehende Zähne 🙂 Und ich bin sehr dankbar, dass ich meine Zahnspange so früh hatte. In der Grundschule macht einem das viel weniger aus, als später mitten in der Pubertät.

Auf Grund der Zahnspangen war ich in dieser Zeit also sehr oft beim Zahnarzt., Mir wurde immer wieder eingeschärft, wie wichtig es ist die bleibenden Zähne gut zu putzen und als ich die Zahnspange los war, hatte ich gesunde, gut aussehende Zähne. Von lockeren Zahnspangen bekommt man nämlich auch keine Bracketabdrücke!

Erste Probleme

Während meiner Pubertät (vielleicht als ich 15 oder 16 war) hat meine Kinderzahnärztin leider aufgehört zu arbeiten. Also musste ein neuer Zahnarzt her. Da ich eh nie Probleme hatte, seit ich die Zahnspange los war, bin ich einfach zum Zahnarzt bei uns im Dorf gegangen. Ich meine, für „Hinsetzen – Ah, sieht gut aus – alles in Ordnung – Aufstehen und gehen“, muss ich ja nicht extra weite Reisen unternehmen.

Tja, das Problem an dem Zahnarzt war, dass er einfach nicht mit seinen Patienten redet. Irgendwann (vielleicht mit 17) hatte ich Karies (vermute ich mal), jedenfalls fing er ohne Vorrede oder Ankündigung an, hinten zwischen den vorderen beiden oberen Schneidezähnen (11 und 21) zu bohren. Ohne Vorwarnung!!! Das war der Schock meines Lebens und tat höllisch weh. Vielleicht auch, weils so unvermutet kam. Bis dahin hatte ich keinerlei Erfahrung mit Bohren.

Nun, ab diesem Zeitpunkt bin ich NICHT mehr gern zum Zahnarzt gegangen. Ganz im Gegenteil. Wenn meine Mama nicht jedes Jahr einen Termin für mich gemacht hätte, wäre ich gar nicht mehr hingegangen. Da ich ihn ab diesem Zeitpunkt bei allem, was er tat, gefragt habe, was er da macht, kam zumindest nichts mehr völlig unvorbereitet. Er musste (als ich 18 war) ein weiteres Mal bohren. Auf die Frage, ob es weh tun wird und ich vielleicht lieber ne Spritze bekommen könnte, meinte er nur: „Nö, das wird nicht weh tun. Da brauchen wir nicht zu spritzen.“ Was soll ich sagen, es HAT weh getan. Und spätestens ab diesem Zeitpunkt war mir wohl auch klar, dass ich sehr empfindliche Zähne habe.

Dann war ich mit 19 ein Jahr im Ausland. Und als ich wieder gekommen bin, habe ich in einer anderne Stadt angefangen zu studieren. Meine Mama hat keine Termine für mich beim Zahnarzt gemacht.  Also bin ich einfach nicht mehr hingegangen. Das war nicht mal eine bewusste Entscheidung, das ist einfach so passiert. Wenn das Gesprächsthema mal auf Zahnarzt kam, habe ich in mir immer direkt die Angst aufkommen gespürt und schnell versucht das Thema zu wechseln. Ich habe mir immer mal wieder gesagt: „Morgen machst du einen Termin beim Zahnarzt!“ Das ist aber lange nicht passiert. Allerdings bin ich zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht auf die Idee gekommen einfach den Zahnarzt zu wechseln. Ich dachte, ich müsste wieder zu diesem furchtbaren Zahnarzt, der nicht mit mir redet und wenn er sagt es tut nicht weh, tuts höllisch weh.

Die Zahnarzt-Odyssee

Irgendwann (manche Groschen fallen langsam …), bin ich auf die Idee gekommen, dass man den Zahnarzt ja einfach wechseln könnte. Dann hats immer noch eine ganze Weile gedauert bis ich mich überwunden habe einen Termin zu machen. Beim ersten Versuch habe ich den Termin auch verschoben. Beim zweiten Mal bin ich aber hingegangen. Und das war eine gute Entscheidung. Zumindest was die Angst vorm Zahnarzt angeht.

Der neue Zahnarzt hat sich meine Zähne angesehen und mich gelobt, wie gut sie geputzt sind und dass sie sehr gut gepflegt aussehen. Dann hat er ein Röntgenbild gemacht, um sich ein genaues Bild meiner Zahnstruktur machen zu können. Tja, und dann kams ganz dicke. Er hat nämlich festgestellt, dass ich in drei Zahnzwischenräumen Karies hatte. Rechts oben jeweils zwischen den Zahnzwischenräumen der Backenzähne (also zwischen 15 und 16 und zwischen 16 und 17) und links unten zwischen den hinteren beiden Backenzähne (also zwischen 36 und 37). Das wurde dann nach und nach repariert. Und auf die Frage, ob das weh tun wird, meinte er jedes Mal, dass er das nicht wisse, aber sobald es weh tut, soll ich was sagen und er gibt mir eine Spritze. Nun ja, ich habe bei allen 3 Reparaturen eine Spritze gebraucht. Bei meinen Zähnen bin ich nicht sehr leidensfähig …

So, dann waren meine Zähne also erstmal alle wieder ganz. Der Zahnarzt hat mir noch gesagt, dass es gerade bei meinen engen Zahnzwischenräumen ganz wichtig ist, immer mit Zahnseide zu reinigen. Sonst bleiben Essensreste zwischen den (Backen-)Zähnen hängen und neue Karies bildet sich. Wieso hat mir das eigentlich vorher nie ein Zahnarzt gesagt?

Als ich mit meinem Studium fertig war bzw. mein Praktikum angefangen habe (vor reichlich 2 Jahren), habe ich meine Studienstadt verlassen und bin in meine alte Heimat zurück. Auch hier galt es erstmal einen guten neuen Zahnarzt zu finden. Zwei Dörfer weiter wurde ich bereits fündig und bin jetzt in einer Praxis, in der Mutter und Sohn praktizieren. Zumindest mit dem Sohn bin ich sehr zufrieden.

Dort wurde (ca. 2 Jahre nach dem ersten) erneut ein Röntgenbild gemacht. Leider zeigte sich auch dabei wieder eine Kariesstelle, die repariert werden musste. Ich weiß gar nicht genau, wo das war. Ich glaube auch links unten. Diesmal vermutlich zwischen den hinteren beiden Backenzähnen (also 36 und 37). Und auch bei der nächsten und übernächsten Prophylaxe fand der Zahnarzt leider je eine Kariesstelle, die repariert werden musste. Einmal links oben zwischen den hinteren beiden Backenzähnen (25 und 26) und einmal rechts oben zwischen den vorderen beiden Backenzähnen (14 und 15).

Ich pflege meine Zähne wirklich sehr gut. Wie ich euch schon mehrfach erzählt habe, praktiziere ich jeden Morgen das Ölziehen. Anschließend putze ich meine Zähne gründlich. Von Zeit zu Zeit spüle ich meine Zähne tagsüber mit Xylit. Abends putze ich meine Zähne erneut gründlich. Anschließend reinige ich die Zahnzwischenräume mit Zahnseide. Und trotzdem lässt sich bei mir Karies anscheinend nicht verhindern. Der Zahnarzt meinte, ich hätte sehr weichen Zahnschmelz und wäre damit sehr anfällig. Er lobt mich aber jedes Mal, wie gut ich die Zähne putze.

Meine Zähne sind sehr sehr empfindlich. Es tut weh, wenn ich etwas sehr kaltes, etwas sehr warmes oder etwas sehr süßes esse. Vor allem rechts oben zwischen den vorderen beiden Backenzähnen (15 und 16) zieht es sehr häufig beim Essen. Mich nervt das ziemlich, aber keiner der Zahnärzte wusste Abhilfe dagegen. Alles versiegeln, einpinseln und pflegen bringt nichts. Also muss ich damit wohl leben …

Meine Weisheitszähne

Ein Thema für sich sind meine Weisheitszähne. Etwa seitdem ich 17 bin, wachsen alle 4 mal mehr und mal weniger. Teilweise sind sie über Monate nur 1-2mm gewachsen. Das hat jedes Mal ziemlich weh getan! Ich kann seitdem sehr gut verstehen, dass Babys weinen und schlecht drauf sind, wenn die Zähne wachsen! Seit 2 Jahren etwa sind alle vollständig rausgewachsen.

Meine bisherigen Zahnärzte (bis auf den aktuellen) waren alle der Meinung, dass die Weisheitszähne sehr gut gewachsen sind, nicht gegen die anderen Zähne drücken und einfach drin bleiben können, wenn sie keine Probleme machen. Tja, mein jetziger Zahnarzt hat mir vor etwa 2 Jahren bereits gesagt, dass die Zähne besser früher als später rausmüssen. Er meinte, dass da Karies drin ist und dass es sehr schwierig ist das zu reparieren. Man kommt da halt schwer ran. Und außerdem wachsen bei mir Schleimbeutel über den Zähnen. Darunter sammeln sich super Keime, aber man kommt nicht ran, um die wegzuputzen. Und dann entsteht neue Karies. Und man benötigt die Weisheitszähne nicht unbedingt.

Ich habe mich eine Weile um das Rausoperieren gedrückt, weil ich davor höllische Angst hatte. Und ich habe schon so einige Horrergeschichten gehört. Also habe ich immer Gründe gefunden, warum es gerade nicht geht. Seit dem letzten Sommer habe ich sehr häufig penetrante Halsschmerzen. Das hat sich am Anfang so eingeschlichen und mir ist gar nicht aufgefallen, wie lang ich das schon habe. Jedenfalls (um das ganze abzukürzen) bin ich damit zur Hausärztin, die hat mich zum HNO überwiesen, der mich wiederum zum Zahnarzt geschickt hat. Und der hat rausgefunden, dass meine Weisheitszähne so groß sind, dass sie ständig aufeinander reiben, wenn ich den Mund zu habe. Dadurch wird der Kiefer weiter auseinander gedrückt als nötig und daraus können Halsschmerzen resultieren. Jetzt gab es also keine Ausrede mehr die Zähne nicht rausmachen zu lassen. Ganz im Gegenteil wars nötiger denn je.

Mein Zahnarzt hatte (Gott sei Dank!) die Weitsicht mich mit allen Zähnen zum Kiefernchirurgen zu überweisen. Dort war ich im Dezember. Der Chirurg hat lange mein Röntgenbild und meine Zähne betrachtet. Er sah dabei nicht so richtig glücklich aus. Irgendwann hat er mit der Sprache rausgerückt, dass er im Unterkiefer nicht sieht, wie mein Nerv verläuft. Er hat mir zu einem 3D-Röntgenbild geraten. Das kostet mich zwar 120€, aber er würde es machen, wenn es seine Zähne wären. Er würde mich auch ohne operieren und vermutlich würde alles gut gehen, aber er könne für nichts garantieren. Na ja, und weil ich ein Schisshase bin und weiß, dass bei mir gerne mal eher nicht der beste Fall eintritt, haben wir dieses 3D-Röntgenbild gemacht.

Ich habe nach dem Röntgen ewig im Wartezimmer gesessen bis ich wieder zum Arzt reingerufen wurde. Schließlich kam ich ins Sprechzimmer und dort saß schon der Arzt, sein Vater und sein Bruder (mit denen er die Praxis führt). Alle 3 hätten sich wohl ausführlich beraten und das Röntgenbild studiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass ich ein Fall bin, der wohl nur bei einem von 10.000 Menschen auftritt. Der Nerv rechts im Unterkiefer verlauft genau durch die Wurzel vom Weisheitszahn. Und auch links unten sieht die Sache nicht perfekt aus. Nach langem Hin und Her haben die Ärzte mir dann dazu geraten die Zähne drin zu lassen, reparieren zu lassen und so lang wie möglich zu erhalten. Bei einer OP würde mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit der Nerv zerstört werden und ich das Gefühl im Unterkiefer und der Lippe verlieren …

Also bin ich anschließend wieder zu meinem Zahnarzt und der hat die Karies in den unteren Backenzähnen repariert. Ich hatte drei Tage lang danach Muskelkater vom Mund weit aufmachen, aber was solls.

So, und die oberen Schneidezähne sollten also raus. Die sind ein bisschen nach vorn gewachsen und reiben an der Wange. Das kann wohl über kurz oder lang zu Problemen führen. Wenn die oberen raus sind, reiben die Weisheitszähne auch nicht mehr aufeinander. Also sollte das Halsschmerzproblem damit auch zu lösen sein. Mitte Januar hatte ich den Termin für die OP der oberen Zähne. Ich hatte (schon Wochen vorher) eine Heidenangst davor! Der Chirurg meinte, meine Wurzeln sind so lang, dass sie vermutlich bis in die Kieferhöhle reichen. Also wird es nötig ein die Kieferhöhle aufzuschneiden und anschließend wieder zuzunähen. Anderenfalls schmeckt und riecht man nichts mehr. Alles nicht so cool, aber wohl recht gut machbar.

Nun, was soll ich sagen. Es war alles nicht mal halb so schlimm wie befürchtet. Ich musste ziemlich lang im Wartezimmer sitzen und sag dabei wohl etwas elend aus. Als der Arzt am Wartezimmer vorbei ging, fragte er mich direkt, ob mit mir alles in Ordnung ist. Irgendwann wurde ich schließlich ins OP-Zimmer gerufen und musste mich auf die Liege legen. Der Zahnarzt hat die Betäubung gespritzt und noch etwas rumgealbert bis die Spritze gewirkt hat. Dann hat er auf einer Seite angefangen an dem Zahn rumzuruckeln und -werkeln und nach kurzer Zeit zog er den Zahn raus.

Den hat er dann lange untersucht und irgendwann erleichtert gesagt, dass der Zahn vollständig raus ist. Da war ein ziemlich fieser Widerhaken an der Wurzel und es war großes Glück, dass der Zahn im ganzen rausgekommen ist. Er hat dann kurz die Wunde untersucht und gemeint, dass es nicht nötig wäre zu nähen, da der Zahn nicht die Kieferhöhle durchstoßen hat. Beim zweiten Zahn war die Sache genau so schnell und unkompliziert und nach einer viertel Stunde konnte ich den Raum verlassen, meiner halben Weisheit beraubt 😉

Tja, warum erzähle ich euch das eigentlich alles? Vielleicht um euch Mut zu machen, falls ihr Angst vorm Zahnarzt habt und euch nicht mehr traut hinzugehen. Sucht euch einen Zahnarzt bei dem ihr ein gutes Gefühl habt! Vielleicht um euch die Angst zu nehemen, falls ihr auch vor der Entscheidung steht eure Weisheitszähne entfernen zu lassen. Ich weiß, dass das nicht immer so gut läuft, aber es KANN so gut laufen. Also: Think positive 🙂

Falls irgendjemand bis hierher durchgehalten hat: Wie gehts euch denn mit euren Zähnen? Seid ihr die, bei denen immer alles in Ordnung ist beim Zahnarzt? Oder pflegt ihr eure Zähne auch ausgiebig und habt trotzdem regelmäßig Karies? Erzählt doch mal!

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7 Gedanken zu “Meine Zähne und ich

  1. Ich geh‘ sogar freiwillig in die Uniklinik und lasse die Studenten ran. Neuestes Wissen wird angewendet, zwischendurch immer wieder vom Chef oder Prof kontrolliert: ich bin begeistert. Eine Krone war eine Examensarbeit, das dauerte mehrere Stunden, aber mir macht das wenig aus. Ich wünsch mir wenn möglich einen Kofferdamm oder viiiel Saugen, dazu ein Tuch zum Knautschen wenn mir die Hände einschlafen, alle Stunde aufs Klo und dann noch einen Ohrhörer zum Hörbuch hören. Die armen Studenten müssen sich von mir immer einen Vortrag anhören, und ich weiß inzwischen, was ich sage. Die glauben mir blos nicht immer. „Ach echt, mein Zahnfleisch blutet, und es hört nicht auf? Ich hab euch schon vor zwei Minuten gesagt, dass ihr ne kurze Pause machen sollt, bis ihr weiterarbeiten könnt.“ Ich bin also ziemlich locker, was den Zahnarzt angeht, und sehr froh drum.

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    • Das kann ich mir nicht mal ansatzweise vorstellen. Ich bin über jede Minute froh, die ich nicht auf diesem Stuhl verbringen muss! Aber qualitätsmäßig gesehen, ist es sicherlich nicht schlecht sich zu Demonstrationszwecken in Vorlesungen behandeln zu lassen 🙂

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  2. Sel schreibt:

    Das ist ja mal ein ungewöhnliches Thema in der Bloggerwelt 😉
    Mir gehts ähnlich wie dir; meine Zähne sind auch ultra Karies-anfällig, da kann ich putzen und pflegen wie ich will. Und vor einer Weisheitszahn-OP hab ich auch ziemlich Schiss. Laut meinem Zahnarzt hab ich nämlich schöne „Zangen“-Wurzeln, die fest im Kiefer sitzen und nicht so leicht entfernt werden können. Aber zum Glück hab ich mehr als genug Platz im Kiefer, sodass ich erst mal alle meine Zähnchen behalten darf.

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    • Tja, da das Thema mich zur Zeit viel beschäftigt und man darüber eher wenige ausführliche und ernstzunehmende Berichte im Netz findet, dachte ich mir, ich schreib einfach mal einen 😉
      Platz im Kiefer hatten meine Zähne zum Glück auch genug. Dadurch sind sie gerade gewachsen und konnten einfach rausgezogen werden. Also, falls dir das mal bevorsteht, wirds bestimmt auch nicht so schlimm!

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  3. Ich weiß ja nicht, ob es stimmt, aber mir hat mal eine Zahnarzthelferin erklärt, dass es auf die individuelle Zusammensetzung des Speichels ankommt, ob man anfälliger ist für Karies oder nicht.
    Und ganz ehrlich, ich könnte mir das auch durchaus vorstellen, denn es ist doch schon seltsam, warum einige Menschen sehr zu Karies neigen (egal, wie gut oder schlecht sie putzen) und andere eben nicht.
    Ich habe meine Weisheitszähne (zwei oben) übrigens noch und habe auch nicht vor, sie herzugeben 😉 Ich habe sie schon Jahre lang und bisher ist alles ok. Toi, toi, toi.

    Liebe Grüße 🙂

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    • Das finde ich interessant. Ein Zahnarzt hat mich nämlich mal gefragt, ob ich viel zwischen den Mahlzeiten nasche. Da würde sich die Zusammensetzung des Speichels jedes Mal so ändern, dass die Zähne schneller kaputt gehen. Mach ich aber nicht sonderlich oft. Aber vielleicht habe ich ja wirklich von der Veranlagung her eher zahnschädlichen Speichel. Irgendwie blöd …
      Ich drück dir die Daumen, dass das mit den Zähnen so bleibt!!!
      Liebe Grüße zurück 🙂

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  4. Oh je, du Arme, das ist ja eine lange Leidensgeschichte! Ich habe auch schon so manche negative Zahnarzt-Erfahrung gemacht, aber fühle mich jetzt in guten Händen. Man darf sich wirklich nicht davor scheuen, den Arzt zu wechseln, auch wenn es nur wegen eines irrationalen Gefühles ist (wobei man das bei dir nicht sagen kann, du hattest ja gute Gründe!). Und auch was Kosten angeht bin ich mittlerweile spendabler, wenn ich eine langfristige Verbesserung sehe. Trotzdem kann ich mich darüber aufregen, wie wenig die Kassen übernehmen. Na egal, das ist ein anderes Thema. Ich denke auch, dass die Gene großen Einfluss auf die Zahngesundheit haben und viele Zahnprobleme nicht an mangelnder Hygiene liegen. Da hilft nur, häufig zur Kontrolle zu gehen um jedes Problem im Keim zu ersticken. Und ja, leider auch die Ernährung (ich esse viel zu gern Süßes). Jedenfalls: Danke für diesen Artikel, das nimmt bestimmt einigen die Angst. Ich wünsche dir, dass du jetzt erstmal lange deine Ruhe hast! 🙂

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